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Metoda SuperMemo - szybko i skutecznie

Die SuperMemo-Methode

Schnell und effektiv

Metoda SuperMemo - ocenianie odpowiedzi

Wie funktioniert es?

Beginne das Lernen in einem SuperMemo-Kurs im Bereich „Lernen“ und lerne neue Wörter und Regeln kennen.

Bewerte nach jeder Lernkarte, wie gut du sie im Gedächtnis behalten hast, indem du auf „Ich weiß“, „Fast“ oder „Ich weiß nicht“ klickst.

Auf dieser Grundlage plant der SuperMemo-Algorithmus die idealen Zeitpunkte für deine Wiederholungen – genau dann, wenn das Wissen allmählich aus dem Gedächtnis zu verschwinden beginnt. So lernst du schneller, effektiver und behältst das Gelernte langfristig.

Metoda SuperMemo - powtarzanie

Tipp

Je besser du dich an eine Information erinnerst, desto längere Abstände legt der Algorithmus zwischen den einzelnen Wiederholungen fest. So wird das Wissen schrittweise im Langzeitgedächtnis gefestigt.

Denke daran: Intelligente Wiederholungen bilden die Grundlage für schnelles und dauerhaftes Behalten mit der SuperMemo-Methode. Von ihnen hängt dein Lernfortschritt ab.

Wenn du einmal einen schlechten Tag hast und dir Energie oder Motivation fehlen, verzichte auf neue Lernkarten und konzentriere dich auf den Bereich „Wiederholen“. Selbst einige wenige Wiederholungen sind ein Schritt nach vorn!

Entdecke unsere Kurse oder erstelle deinen eigenen Kurs.

Metoda SuperMemo - początek

Die Anfänge der SuperMemo-Methode

Die SuperMemo-Methode, auf der alle unsere Kurse basieren, wurde in den 1980er-Jahren von Piotr Woźniak entwickelt – einem jungen, talentierten Wissenschaftler und Studenten der Molekularbiologie, der eine wirksame Methode brauchte, um Biochemie und… englische Vokabeln zu lernen.

1991 waren wir das erste Unternehmen weltweit, das intelligente Wiederholungen (Spaced Repetition) zur Unterstützung des Lernens einsetzte. Heute dient diese Lösung fast der gesamten Bildungsbranche als Inspiration.

Mehr darüber erfährst du im von Piotr Woźniak selbst verfassten Artikel „The true history of spaced repetition“ sowie in „Who invented spaced repetition?“ von Krzysztof Biedalak.

SuperMemo - krzywa zapominania

Die Vergessenskurve

Sagen wir es ganz offen: Wir alle vergessen. Als Erstes verschwinden meist die Informationen, die wir im Alltag nicht oder nicht regelmäßig nutzen. Die Vergessenskurve ist eine grafische Darstellung, an der du beobachten kannst, wie die Wahrscheinlichkeit, sich an eine zuvor gespeicherte Information zu erinnern, im Laufe der Zeit abnimmt.

Wissen, das wir direkt nach dem Lernen problemlos anwenden können, verschwindet schnell aus unserem Gedächtnis, bis die Fähigkeit zum aktiven Abruf (engl. recall) nahezu auf null sinkt. Viele von uns haben dieses Phänomen beim Lernen für Prüfungen erlebt – wer kennt nicht das Prinzip „pauken – bestehen – vergessen“?

Wir empfehlen den Artikel unseres CEO Krzysztof Biedalak „The forgetting curve and repetitions, or why forgetting is an important element of learning“. Vergessenskurve. Quelle: SuperMemo-Forschung

SuperMemo - podstawa to powtarzanie

Die gute Nachricht

Unsere Fähigkeit, eine bestimmte Information abzurufen, nimmt unerbittlich und schnell ab… bis zur nächsten Wiederholung. Nach der Auffrischung beginnt der Prozess der Vergessenskurve von vorn, doch die Zeit bis zum nächsten Vergessen verlängert sich.

Natürlich gibt es keine einheitliche, universell gültige Vergessenskurve. Ihre Form hängt von den individuellen Voraussetzungen, der Menge des Lernstoffs und sogar von der Tageszeit ab. Außerdem hängt die Qualität der Speicherung einer Information stark davon ab, wie gut sie sich in unser Netz aus Assoziationen und Zusammenhängen einfügt – also in das Wissen, das bereits in unserem Gehirn vorhanden ist. Je besser die Information hineinpasst, desto leichter lässt sie sich lernen. Deshalb sind die ersten Schritte in einer neuen Sprache meist schwierig. Es lohnt sich jedoch, nicht aufzugeben, denn mit der Zeit wird das Lernen immer leichter und angenehmer.

SuperMemo - spaced repetition - Wired

Intelligente Wiederholungen

Spaced Repetition verstehen: So funktionieren intelligente Wiederholungen

Der Begriff Spaced Repetition setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen: spaced (zeitlich verteilt, mit Abständen) und repetition (Wiederholung). Wie die Übersetzung bereits erkennen lässt, besteht die Idee der Spaced Repetition darin, Wiederholungen in bestimmten Zeitabständen zu planen. Dadurch kann ihre Anzahl auf ein Minimum reduziert und schneller gelernt werden. Wovon hängen diese Abstände, auch Intervalle genannt, ab? Vor allem von unserem individuellen Erinnerungs- und Lerntempo – jeder Mensch hat andere Voraussetzungen. Es gibt jedoch einige Regeln des Langzeitgedächtnisses, durch die sich die SuperMemo-Methode als besonders effektiv erweist. Wie beeinflussen sie intelligente Wiederholungen? Schauen wir uns die Grafik daneben an.
So funktioniert SuperMemo. Quelle: Wired

In der Grafik erkennst du zunächst die Vergessenskurve aus dem vorherigen Abschnitt: Wenn du eine Information zum ersten Mal speicherst, verschwindet sie relativ schnell aus dem Gedächtnis – und zwar bereits kurz nach dem Ende des Lernens. Mit jeder weiteren Wiederholung steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass du dich trotz des Zeitablaufs an die Information erinnerst. Dadurch können die Abstände zwischen den Wiederholungen verlängert werden. Wenn eine Information dagegen vollständig aus dem Gedächtnis verschwindet, muss der gesamte Wiederholungsprozess von vorn beginnen. Deshalb ist es so wichtig, mit kurzen Abständen zu beginnen und sie schrittweise zu verlängern. Zum Schluss lohnt es sich, eine Regel des Langzeitgedächtnisses zu zitieren:

Je später du eine Information erneut erfolgreich wiederholst, desto stärker steigt ihre Stabilität im Gedächtnis.

Mit anderen Worten: Je später die Wiederholung angesetzt wird, desto stärker wird der Lernstoff im Gedächtnis gefestigt. Dabei gibt es jedoch einen Haken: Du darfst das Gelernte nicht vollständig vergessen. Die Grundlage von Spaced Repetition und der SuperMemo-Methode besteht daher darin, Wiederholungen möglichst spät anzusetzen, aber zu einem Zeitpunkt, an dem die Information mit hoher Wahrscheinlichkeit – ungefähr 90 % – noch im Gedächtnis vorhanden ist. Genau nach solchen Zeitpunkten sucht der SuperMemo-Algorithmus in unserer App, indem er dein Erinnerungstempo und deinen Lernfortschritt analysiert.

Interessierst du dich für intelligente Wiederholungen? Lies den Artikel unseres CEO „Spaced repetition in learning – how does it work?“.

SuperMemo - mity na temat Ebbinghausa

Mythen über Ebbinghaus und seine Vergessenskurve

Wenn es um Wiederholungen und Gedächtnis geht, fällt in der Diskussion meist der Name Hermann Ebbinghaus – ein 1850 geborener deutscher Psychologe und einer der bekanntesten Forscher auf dem Gebiet des Gedächtnisses. Da das Internet voller widersprüchlicher Behauptungen und Fehlinformationen ist, sollte jedoch festgehalten werden, dass Ebbinghaus nicht der Erfinder intelligenter Wiederholungen beziehungsweise der Spaced Repetition war. Er untersuchte allerdings als Erster eine sehr wichtige Frage: den Zusammenhang zwischen dem Erinnerungsniveau und dem Zeitverlauf – allerdings anhand einer sehr speziellen Art von Informationen, wie du gleich erfahren wirst.

Wie sahen die Untersuchungen des deutschen Psychologen aus?

In seinen Untersuchungen prägte sich der Psychologe Reihen künstlicher Silben ein, zum Beispiel KAZ, LEZ oder GEC. Sie lösten keinerlei Assoziationen oder Emotionen aus, waren für den Lernenden also völlig neu und deshalb schwieriger auswendig zu lernen. Ebbinghaus maß vor allem die Zeit und die Anzahl der Wiederholungen, die nötig waren, um sich nach einer bestimmten Zeit erneut an jede Silbenreihe zu erinnern. Anschließend verglich er die Zeit, die für das Lernen vollständig neuer Silbenreihen benötigt wurde, mit der Zeit, die für das erneute Lernen bereits vergessener Reihen erforderlich war. Aus den von ihm veröffentlichten Daten entstand die erste Vergessenskurve der Geschichte. Die Daten von Ebbinghaus waren jedoch recht lebensfern. Das lag unter anderem daran, dass die gespeicherten Informationen völlig künstlich waren, keinen Bezug zum Alltag hatten und, wie bereits erwähnt, keine logischen oder emotionalen Verbindungen aufwiesen. Wir alle wissen dagegen, dass wir selbst am Anfang des Sprachenlernens nach und nach immer mehr Informationen aufnehmen, die wir in ein bestimmtes Netz von Zusammenhängen einordnen können. Häufig nutzen wir dabei auch Mnemotechniken. Darüber hinaus arbeitete der deutsche Wissenschaftler nur mit einer einzigen Art von Daten, die in gleich lange Reihen gegliedert waren. Deshalb wissen wir nicht, wie seine Ergebnisse bei anderen Informationen, etwa englischen Vokabeln, ausgesehen hätten. Die Grundlage intelligenter Wiederholungen ist dagegen ihre individuelle Anpassung an den jeweiligen Lernenden und an jede einzelne Information, die gelernt wird. Schließlich ist erwähnenswert, dass Ebbinghaus seine Vergessenskurve selbst nicht dargestellt hat. Sie lässt sich jedoch anhand der Ergebnisse und Zahlenwerte seines Experiments rekonstruieren. Diese Kurve hat allerdings nur wenig mit den Grafiken zu tun, die ihm in Presse und Internet häufig zugeschrieben werden. Sie stammen von Dr. Piotr Woźniak, dem Entwickler der SuperMemo-Methode.

SuperMemo - SM-2

Der Durchbruch in den 1980er-Jahren

Die Untersuchungen Hermann Ebbinghaus’ wurden in den folgenden hundert Jahren gewissermaßen „zu den Akten gelegt“ und keineswegs als wissenschaftlicher Durchbruch betrachtet. Nur wenige Wissenschaftler und Praktiker führten weitere Experimente zu Gedächtnis und Wiederholungen durch. Der eigentliche Durchbruch kam erst in den 1980er-Jahren, als der junge Student der Molekularbiologie Piotr Woźniak beschloss, nicht nur das richtige Muster des Erinnerns zu entdecken, sondern auch einen Computer einzusetzen, der für ihn den optimalen Zeitpunkt für die nächsten Wiederholungen vorhersagen sollte.

Mehr über die Forschungen von Ebbinghaus erfährst du in den Artikeln „Did Ebbinghaus invent spaced repetition?“ und „Ebbinghaus and the forgetting curve – several facts about the German psychologist’s experiments and research“, verfasst von unserem CEO.

SuperMemo - spaced repetition - story time

Wer entwickelte intelligente Wiederholungen, also Spaced Repetition? Zeit für eine Geschichte!

Wir reisen ins Jahr 1982. Piotr Woźniak, ein ehrgeiziger Student an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, fühlt sich von der Menge des Lernstoffs im Studium zunehmend überfordert und frustriert. Noch mehr belastet ihn, dass das Gelernte unmittelbar nach jeder Prüfung aus seinem Gedächtnis verschwindet. Er beschließt, das zu ändern.

SuperMemo - Piotr Woźniak - krzywa zapominania

Die Stabilität des Erinnerns

Er beginnt damit, Notizen zu Biochemie und Englisch anzufertigen. Alle benötigten Informationen schreibt er in Form von Fragen und Antworten auf Karteikarten. Er sieht sie in unregelmäßigen Abständen durch und notiert jedes Mal das Datum der Wiederholung sowie die Informationen, die er sich nicht merken konnte.

Auf diese Weise entwickelt er die ersten Grundsätze zur effektiven Formulierung von Wissen. Mit der Zeit stellt er fest, dass jede weitere Wiederholung ihren eigenen „Lebenszyklus“ besitzt – also eine bestimmte Zeitspanne, in der die wiederholte Information im Gedächtnis bleibt – und die Stabilität des Erinnerns beeinflusst. Auf Grundlage der ersten Daten aus seinen Untersuchungen erstellt der junge Student die erste Version seiner eigenen Vergessenskurve.

SuperMemo - notatki Piotra Woźniaka

Die erste Version der SuperMemo-Methode

1985 beschließt Piotr Woźniak, noch einen Schritt weiterzugehen, und beginnt eine Reihe von Experimenten mit englischen Vokabeln. Diesmal konzentriert er sich darauf, Fehler bei aufeinanderfolgenden Wiederholungen zu erfassen und zu messen. Die Wiederholungen werden durch unterschiedlich lange Intervalle voneinander getrennt. Dadurch entdeckt er, dass das Intervall nach jeder erfolgreichen Erinnerung verlängert werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, das Wort zu vergessen. So entsteht die erste Version der SuperMemo-Methode – zunächst auf Papier.

Aplikacja SuperMemo 1.0

Die Anwendung SuperMemo 1.0

Noch im selben Jahr beginnt Woźniak ein Informatikstudium an der Technischen Universität Poznań und kauft seinen ersten Computer, einen ZX Spectrum. Er erwirbt ihn gebraucht von einer Person, die überzeugt ist, lediglich… eine Tastatur zu verkaufen. Es gibt nur ein Problem: Daten können ausschließlich über eine Audiokassette auf das Gerät geladen werden. Das schränkt seine Möglichkeiten ein, hält ihn aber nicht von weiteren Forschungen ab. 1987 unterstützt ihn seine Familie finanziell, sodass Piotr Woźniak schließlich einen PC mit Festplatte kaufen kann. Im Dezember, drei Monate nach dem Kauf, startet er die erste SuperMemo-Anwendung. Sie verwendet eine modifizierte Version des SuperMemo-Algorithmus, SM-2 genannt. Dieser weist jeder Information einen eigenen Schwierigkeitsgrad zu und wählt auf dieser Grundlage die Abstände zwischen den Wiederholungen. SM-2 inspiriert bis heute viele Wiederholungs-Apps – unter anderem wird der Algorithmus von Anki verwendet und wurde früher auch von Quizlet eingesetzt.

Piotr Woźniak ruht sich jedoch nicht auf seinen Erfolgen aus. In den folgenden Jahren entwickelt er neue, verbesserte Versionen des Algorithmus und steigert dessen Genauigkeit sowie die Anpassung an den Lernstoff und die Voraussetzungen des Lernenden. Die langjährige Forschung zum menschlichen Gedächtnis bildet die Grundlage vieler Master- und Doktorarbeiten, darunter auch seiner eigenen. Für die SuperMemo-Methode erhält er zahlreiche Auszeichnungen, und seine Arbeit wird in renommierten Medien wie Wired und The Guardian veröffentlicht.

In dieser außergewöhnlichen Geschichte muss außerdem das Jahr 1991 erwähnt werden. Damals gründen Piotr Woźniak und sein Freund Krzysztof Biedalak das Unternehmen SuperMemo World, das sich der Entwicklung und Verbreitung der SuperMemo-Anwendung widmet. Die Mission? Allen Menschen effektives und angenehmes Lernen zu ermöglichen und ihnen dabei zu helfen, dauerhafte Fähigkeiten zu erwerben, die sie ihr ganzes Leben lang nutzen können.

Deshalb bildet die SuperMemo-Methode die Grundlage unseres Angebots. Kurz darauf konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung eigener Sprachkurse. Auch 30 Jahre später verfolgen wir unsere Mission weiter und arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Methode und unseres Kursangebots.

Möchtest du die Geschichte von SuperMemo mit allen spannenden Einzelheiten kennenlernen? Dann lies den Artikel „The true history of spaced repetition“, verfasst vom Protagonisten dieser Geschichte, Piotr Woźniak, sowie den Artikel unseres CEO „Who invented spaced repetition?“.

SuperMemo - algorytm SM-20

SM-20 – der neueste SuperMemo-Algorithmus

Die Entwicklung der SuperMemo-Methode endete nicht mit der Entstehung der ersten Spaced-Repetition-Algorithmen. Die fortschrittlichste von Dr. Piotr Woźniak entwickelte Version des Algorithmus ist SM-20, verfügbar über die SuperMemo API. SM-20 nutzt maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um ein optimales Gedächtnismodell zu erstellen und es an die individuellen Eigenschaften des Nutzers anzupassen.

Die Entwicklung der SuperMemo-Methode basiert seit ihren Anfängen auf Forschung, und die Ergebnisse der Arbeiten zur Optimierung von Wiederholungen wurden auch in wissenschaftlichen Publikationen vorgestellt. SM-20 ist die nächste Stufe dieses Prozesses: eine Verbindung aus jahrzehntelangem Wissen über das Gedächtnis, mathematischen Modellen, Lerndaten und modernen Methoden des maschinellen Lernens.

SuperMemo API - algorytm SM-20

SuperMemo API

Im Jahr 2026 feierte die SuperMemo API ihr Debüt und gab externen Entwicklern Zugang zur SuperMemo-Technologie. Dadurch können Entwickler und Unternehmen den SM-20-Algorithmus in ihren eigenen Anwendungen, Bildungsplattformen und anderen Lösungen einsetzen, bei denen die dauerhafte Speicherung von Wissen wichtig ist. Die SuperMemo API ermöglicht die Implementierung fortschrittlicher intelligenter Wiederholungen, ohne einen eigenen Algorithmus von Grund auf entwickeln zu müssen. Die Engine kann unter anderem Folgendes unterstützen:

  • Lernanwendungen,
  • Bildungsplattformen und Onlinekurse,
  • betriebliche Schulungen und Systeme zur Wissenssicherung,
  • Assistenten und KI-gestützte Lösungen.

Die SuperMemo-Methode

Wie funktioniert die SuperMemo-Methode?

Die SuperMemo-Methode basiert auf intelligenten Wiederholungen, also darauf, Lernstoff in individuell berechneten Abständen zu wiederholen. Statt zu allen Informationen gleich häufig zurückzukehren, wiederholst du sie genau in dem Moment, in dem sie gefestigt werden müssen. 

Auf jeder Übungskarte im Kurs bewertest du, wie gut du dich an die betreffende Information erinnerst, indem du zwischen „Ich weiß“, „Fast“ und „Ich weiß nicht“ auswählst. Der Algorithmus analysiert deine Ergebnisse und legt auf dieser Grundlage den Termin der nächsten Wiederholung fest.

Woher weiß SuperMemo, wann eine bestimmte Information wiederholt werden sollte?

Der Algorithmus analysiert deinen Lernverlauf, die Ergebnisse aufeinanderfolgender Wiederholungen und die Art und Weise, wie du dir einzelne Informationen merkst. Auf dieser Grundlage prognostiziert er die Wahrscheinlichkeit, dass du dich weiterhin an den Stoff erinnern wirst, und wählt den passenden Zeitpunkt für die nächste Wiederholung.

Ziel ist es, die Wiederholung auf einen möglichst weit entfernten Zeitpunkt zu legen, jedoch bevor das Risiko des Vergessens zu groß wird. Dadurch erscheinen Informationen, an die du dich gut erinnerst, immer seltener, und du kannst mehr Zeit dem Stoff widmen, der tatsächlich weitere Arbeit erfordert.

Warum kann die SuperMemo-Methode die benötigte Lernzeit verkürzen?

Die Wirksamkeit eines Algorithmus für intelligente Wiederholungen hängt vor allem davon ab, wie genau er die Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, dass sich ein bestimmter Nutzer noch an eine konkrete Information erinnert. Je präziser diese Vorhersagen sind, desto besser lassen sich die Termine der nächsten Wiederholungen an die individuellen Gedächtnisprozesse anpassen.

In der Praxis beeinflusst die Qualität des Algorithmus sowohl die für das Lernen aufgewendete Zeit als auch die Wissensretention, also den Anteil des Wissens, der im Gedächtnis bleibt. Eine präzise Planung der Wiederholungen kann pro Jahr sogar Hunderte Lernstunden einsparen und gleichzeitig ein höheres Erinnerungsniveau ermöglichen.

Wie ist das möglich? Erstens setzt der Algorithmus Wiederholungen von gut gemerkten Informationen nicht zu früh an. Werden sie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, lässt sich unnötige Arbeit vermeiden. Zweitens kann eine spätere Wiederholung eine Information wirksamer festigen und die Stabilität der Gedächtnisspur erhöhen, wenn der Nutzer sie auch nach einem längeren Intervall noch erinnert.

Auf diese Weise hilft SuperMemo, unnötige Wiederholungen zu reduzieren und die für das Lernen vorgesehene Zeit besser zu nutzen.

Ist die SuperMemo-Methode wissenschaftlich fundiert?

Ja. Die SuperMemo-Methode entstand in den 1980er-Jahren aus den Experimenten von Piotr Woźniak zu Gedächtnis, Vergessen und optimalen Abständen zwischen Wiederholungen. SuperMemo leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung von Spaced-Repetition-Algorithmen und ist seit vielen Jahren führend auf diesem Gebiet.

Die Forschung zur Methode und zu ihren Gedächtnismodellen wurde in den folgenden Jahrzehnten fortgeführt. Ihre Ergebnisse bildeten die Grundlage für wissenschaftliche Publikationen und akademische Arbeiten. Die nachfolgenden Generationen des Algorithmus wurden auf Basis neuer Gedächtnismodelle, Datenanalysen und Beobachtungen realer Lernprozesse der Nutzer entwickelt.

Was ist SM-20 und wie unterscheidet es sich vom SM-2-Algorithmus?

SM-2 ist eine der frühesten Versionen des SuperMemo-Algorithmus. Sie wurde in den 1980er-Jahren entwickelt und später öffentlich zugänglich gemacht. Aufgrund ihrer Einfachheit und Verfügbarkeit wurde sie zur Inspiration für viele Anwendungen mit intelligenten Wiederholungen.

SuperMemo beendete die Entwicklung seiner Technologie jedoch nicht mit SM-2. Schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Algorithmus setzten wir deutlich fortschrittlichere und effizientere Algorithmen ein, und in den folgenden Jahrzehnten entstanden neue Generationen davon. SM-20 ist die neueste Version des SuperMemo-Algorithmus.

Warum ist die Qualität eines Algorithmus zur Planung von Wiederholungen (Spaced Repetition) wichtig? Wie lässt sie sich messen?

Die Qualität eines Algorithmus zur Planung von Wiederholungen zeigt sich darin, wie gut er die Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, dass sich ein bestimmter Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt an eine bestimmte Information erinnert. Auf Grundlage dieser Prognose werden die nächsten Wiederholungen festgelegt, zum Beispiel wenn die Erinnerungswahrscheinlichkeit auf 90 % fällt. Ein Algorithmus, der solche Prognosen nicht gut beherrscht, ist daher von geringer Qualität; je genauer die Prognose, desto höher die Qualität des Algorithmus. Wenn du mit einem hochwertigen Algorithmus lernst, kannst du sicher sein, dass du deine Lernzeit effizient nutzt, also keine Zeit mit unnötigen oder verspäteten Wiederholungen verschwendest. Außerdem kannst du dir über die Lernergebnisse sicher sein – also darüber, ob du das angestrebte Erinnerungsniveau und damit die Retention des erworbenen Wissens erreichst.

Dient die SuperMemo-Methode ausschließlich dem Sprachenlernen?

Nein. Die Methode kann das Lernen vieler Arten von Wissen unterstützen, die sich als Fragen, Antworten, Begriffe oder andere zu memorierende Elemente darstellen lassen. Neben fertigen Sprachkursen können SuperMemo-Nutzer auch eigene Kurse und Lernmaterialien erstellen.

Der SM-20-Algorithmus steht Unternehmen und Entwicklern außerdem über die SuperMemo API zur Verfügung. Dadurch können die intelligenten Wiederholungen von SuperMemo unter anderem in Bildungsanwendungen, Vokabel- und Karteikartentools, Prüfungsvorbereitungssystemen, betrieblichen Schulungen und KI-gestützten Lösungen eingesetzt werden.